Guerilla Marketing

Online, Mobile & Crossmedia

1. Guerilla Marketing & Co. – wieso, weshalb, warum?

Posted by Felix on Mai 11th, 2006

facebook buch - marketing unter freunden: dialog statt plumper werbung

Guerilla Marketing hat in den vergangenen Jahren verstärkt an Bedeutung gewonnen – und das nicht nur in Deutschland. Wir denken, dies beruht hauptsächlich auf folgenden Gründen:

Laut unterschiedlichen Studien wird der durchschnittliche Verbraucher heutzutage multimedial mit ca. 3.000 Werbebotschaften pro Woche „überflutet“. Doch an die wenigstens kann er sich anschließend erinnern. Eine x-beliebige Werbung bleibt kaum noch jemandem in Erinnerung. Etwas Besonderes, Unerwartetes oder Ungewöhnliches hingegen schon. Genau hier setzt Guerilla Marketing an.

Zusätzlich stehen viele Unternehmen verstärkt in der Pflicht mit kleineren Budgets immer größere Wirkungen zu erzielen. Mit Idee statt Budget wird die gewünschte Verschiebung vom Werbevolumen hin zur Werbewirkung erzielt.

Guerilla Marketing – Was ist das?
In unseren Augen bezeichnet „Guerilla Marketing“ eher eine Philosophie als konkrete Maßnahmen:

  • Überraschend und einfach anders
  • Unberechenbar, niemals müde oder träge
  • Handeln entsprechend dem „Maximalprinzip“
  • Gut und präzise planen
  • Stets den entscheidenden Schritt voraus sein

Dieses Vorgehen kann in sämtlichen Medien praktiziert werden und von einer unkonventionellen Printanzeige oder Plakataktion bis hin zu Aufsehen erregenden Guerilla Stunts reichen.

Auf Basis dieser Definition gestaltet sich die Abgrenzung unterschiedlicher Marketingdisziplinen zwar ein wenig kompliziert, denn es lässt sich nicht genau bestimmen, ob ein bestimmtes Medium nun „Guerilla“ ist oder nicht. Auch wenn die Marketingwelt dazu neigt kontinuierlich zahlreiche neue Gattungen und Disziplinen zu erfinden. Diese werden dann oftmals selbstverständlich als äußerst effizientes, innovatives, unkonventionelles bzw. „guerilla-nahes“ oder auch „guerilla-fernes“ Medium von Ihren Erfindern bzw. Verfechtern positioniert. Sei es Ambient, Ambush, Below The Line, Buzz, Gonzo, Grassroots, Guerilla, Viral, oder was auch immer für ein Marketing. Doch letztendlich läuft alles immer wieder auf das Gleiche hinaus: Mit möglichst wenig Aufwand den Nerv der gewünschten Zielgruppe zu treffen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Wobei wir behaupten, dass der gewünschte Effekt gewöhnlich weniger von dem verwendeten Medium abhängig ist, sondern vielmehr von der Idee, die sich dahinter verbirgt. Diese muss nicht zwingend spektakulär, sondern schlichtweg überraschend und einfach anders – sprich Guerilla – sein.

Guerilla Marketing – wie funktioniert´s?
Die Grundlage für erfolgreiches Guerilla Marketing bilden gute und vor allem außergewöhnliche Ideen. Oft sind diese frech, lustig, provokant oder einfach „nur“ abseits der platt gewalzten Werbeautobahn.

Wobei Guerilla Marketing offline, online, mobil oder auch medienübergreifend praktiziert werden kann. Dabei führt eine geschickte Verknüpfung verschiedener Medien und Einbindung in bestehende – durchaus auch „klassische“ – Marketingaktivitäten zu einer erheblichen Steigerung der Effizienz sämtlicher Maßnahmen.

Über unterhaltsame, lustige oder ungewöhnliche Dinge tauschen sich Konsumenten gerne und intensiv aus – dies gilt auch für unkonventionelle Werbung und das insbesondere im Internet. Entsprechend gestaltet und an die richtigen Personen adressiert verbreiten sich Informationen dort in Windeseile bis in die letzten Winkel unserer Nation – und teilweise gar darüber hinaus. Man spricht hierbei auch von Grassroots oder Viral Marketing.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt kommt häufig ein weiterer Multiplikator zum tragen – die Presse. Einige Beispiele in diesem Buch veranschaulichen, dass dabei keine Anzeigen gebucht werden müssen, sondern die Werbeaktionen im redaktionellen Umfeld erscheinen.

Che Guevara auch in Ihrem Marketingmix?
All zu oft wird durch den Einsatz von Guerilla Marketing ein Schaden für die Marke befürchtet. Doch dieses Vorurteil wird durch zahlreiche Beispiele auch großer Unternehmen entkräftet. Denn selbst Global Player wie Burger King, BMW Mini, Google, Mercedes Benz, Microsoft, Nike, Vodafone und viele mehr setzen heute auf Guerilla Marketing. Es handelt sich also schon lange um keine Modeerscheinung mehr, sondern einen Baustein, der sich bereits bei vielen Unternehmen fest im Marketing Mix etabliert hat – und das nicht nur in den unterschiedlichsten Medien, sondern auch in den verschiedensten Branchen. Denn Guerilla Marketing hat viele Formen. Und eine passt mit Sicherheit auch zu Ihnen.
Sie wollen wissen welche? Dies erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

Mindmap: Inhalt des Kapitels auf einen Blick

Zum Ende der meisten Kapitel werden die Inhalte jeweils in einer Mindmap zusammengefasst. Diese soll Ihnen helfen das Gelesene noch einmal zu rekapitulieren, indem Sie den Punkten in aufsteigender Reihe folgen. Eine solche Übersicht hat sich auch als hilfreich erwiesen, wenn Sie einige Zeit nach der Lektüre noch einmal einzelne Punkte nachschlagen möchten.

Weiter mit dem Kapitel „2. Trends, Wettbewerber und Zielgruppen – heute wissen, was morgen in ist

3 Responses to “1. Guerilla Marketing & Co. – wieso, weshalb, warum?”

  1. Buch-Blogger Says:

    Interessiere mich für Dein Projekt und würde gern mal mit Dir telefonieren.
    Aus Mangel an einer Kontakt-Möglichkeit schreib ich mal hier. Du kannst, wenn Du es nicht magst, es ja später wieder herausnehmen.

    Freue mich auf einen Kontakt!

    Jörg Petermann
    Buch-Blogger aus Passion
    http://www.einfach-persoenlich.de/

  2. butterfly X Webdesign blog Says:

    Gelungene Guerilla Aktionen

    In dem Guerilla Marketing Buch wird das Thema “Guerilla Marketing” wie folgt eingeleitet:
    Laut unterschiedlichen Studien wird der durchschnittliche Verbraucher heutzutage multimedial mit ca. 3.000 Werbebotschaften pro Woche „überflutet“.

  3. Klaus Says:

    Tatsächlich sind es ein paar 1000 Kontakte pro Tag. Vorausgesetzt, man verläßt die heimische Couch. Das Werbeschild an der Pommes-Buden-Tür gehört genauso dazu, wie die Werbezettel an der Ampel oder das CLP an der Bushaltestelle.

    Ich mache seit über 16 Jahren Werbung. „Guerilla-Marketing“ ist nichts Neues, früher nannten wir das „Mach mal was Ungewöhnliches …) Man muss nur die richtige Aufgabenstellung formulieren und zumindest einen freidenkenden Kreativen kennen, der diese umsetzen kann.

    Dann funktioniert’s.

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