Guerilla Marketing

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11. Online Marketing Below the Line – alles aus einem Guss

Posted by Felix on Mai 11th, 2006

facebook buch - marketing unter freunden: dialog statt plumper werbung

Below The Line Marketing verzichtet auf klassische Medien, wie Printanzeigen oder TV-Werbung. Gewöhnlich umfassen Below The Line Aktionen den Einsatz von Promotion Teams, Aktionen am Point-of-Sale (POS), Gewinnspiele oder sonstige Verkaufsfördernde-Maßnahmen (VKF). Neben meist ungewöhnlichen aber vor allem effizienten Offline Aktionen hat conceptbakery ein eigenes Verfahren speziell für das Internet entwickelt.

Diese Below The Line Technologie beruht auf einer Kombination unterschiedlicher Trends und Technologien aus Europa und den USA. Das Ergebnis: Eine engmaschige Vernetzung nahezu sämtlicher Aktivitäten im Bereich Online Marketing. Unzählige Zugangswege erzeugen eine Trichterbewegung zu Ihrem POS im Internet – der Unternehmenswebsite. Daher sprechen wir auch von unserer Below The Line Technologie. Wobei dies eine gewisse Doppeldeutigkeit beinhaltet. Denn die von uns verwendeten (selbstverständlich durchweg einwandfreien) Verfahren sind für den Internetnutzer nicht ersichtlich – sprich ebenfalls „Below The Line“.

Dabei erhöht dieses Vorgehen nicht nur die Wirkung der einzelnen Maßnahmen. Zusätzlich entstehen äußerst interessante Hebeleffekte. Beispielsweise sorgen sämtliche Aktivitäten „ganz nebenbei“ für eine Verbesserung Ihrer Position in den führenden Suchmaschinen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere Below The Line Technologie jedoch noch nicht komplett vorstellen. Grund dafür ist einerseits, dass wir unseren Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich natürlich wahren wollen. Andererseits würde die Materie den Rahmen dieses Buches sprengen.

Dennoch wollen wir anhand eines praktischen Beispiels zeigen, wie Sie mit Hilfe dieser Vorgehensweise beispielsweise die Effizienz Ihrer Pressearbeit erheblich steigern können und Ihnen damit weitere Denkanstöße geben, wie Sie sich dieses Prozedere auch an anderen Stellen zu nutze machen können:

a) Veröffentlichungen von Fachartikeln und Pressemitteilungen
Hier gilt die alte Faustregel: „Tue Gutes und sprich darüber!“. Klingt selbstverständlich, wird aber dennoch von vielen Unternehmen vernachlässigt. Außerdem können Pressemitteilungen, offline mit viel Mühe erstellt und kostspielig verteilt, auch hervorragend im Internet genutzt werden. Damit diese Veröffentlichungen auch die gewünschte Wirkung erzielen, gilt es vor deren Verteilung die Suchmaschinentauglichkeit zu prüfen bzw. zu gewährleisten. Hierbei können Sie sich an den Tipps orientieren, die wir Ihnen bereits im Kapitel „Content is King – und wird es auch noch lange bleiben“ im Hinblick auf die Erstellung der Texte für Ihre Website gegeben haben.

Einerseits bietet sich die Verteilung über Online Presseverteiler an. Eine Vielzahl von Anbietern, wie z.B. firmenpresse.de, allpr.de oder openpr.de ermöglichen es, Ihre Meldungen kostenlos im Internet bereit zu stellen oder gar via E-Mail an Journalisten zu verteilen. Andererseits lohnt es sich auch, bei führenden Informations-Portalen Ihrer Branche anzufragen, ob diese Ihre Fachartikel veröffentlichen möchten. Wobei diese Fachartikel möglichst keinen werblichen, sondern eher einen informativen Charakter haben sollten. Die Werbung sollte zwischen den Zeilen stecken, indem Sie unter Beweis stellen, dass Sie sich in Ihrem Fachgebiet wie ein „Fisch im Wasser“ bewegen. Lediglich ein kurzer Hinweis auf Ihr Unternehmen inklusive der Adresse Ihrer Website zum Ende reicht vollkommen aus.

Sie finden diese Portale, indem Sie einfach die für das Thema relevanten Suchbegriffe in eine der führenden Suchmaschinen eingeben. Gewöhnlich sind vergleichbare Anbieter dort unter den gut platzierten Seiten vertreten. Somit stellen Sie sicher, dass Interessenten Sie nicht nur über Werbeaktionen oder Suchmaschinen finden, sondern auch auf oftmals gut besuchten themenverwandten Portalen.

b) Nutzung Ihrer Veröffentlichungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung
Das Problem besteht nun darin, den Suchmaschinen mitzuteilen, wo sich Ihre Veröffentlichungen befinden. Zu Beginn sind Ihre Beiträge möglicherweise noch von der Startseite der Presse- bzw. Informationsportale oder anderen gut zugänglichen Seiten verlinkt. Dies ermöglicht Ihnen teilweise mit einer Suchanfrage über Google herauszufinden, wo Ihre Beiträge veröffentlicht wurden. Nach einiger Zeit sind diese jedoch tief in der Navigationsstruktur der entsprechenden Anbieter versteckt. Daher können Sie dann von den Suchmaschinen nicht ohne weiteres gefunden werden.

Der Clou besteht in einer geschickten Verlinkung. Zuerst einmal besuchen Sie Ihre Fachartikel und kopieren die Hyperlinks aus dem Adressenfenster des Browsers. Diesen Link können Sie dann beispielsweise im Pressespiegel Ihrer Website veröffentlichen. Mit der im Kapitel „Content is King“ angesprochenen Newsbox auf Ihrer Startseite können Sie sich diese Veröffentlichungen hervorragend zu Nutze machen. Einerseits verfügen Sie ohne großen Aufwand über ständig neue Mitteilungen. Somit entsteht sowohl bei Besuchern als auch Suchmaschinen der Eindruck, dass sich auf Ihrer Website laufend etwas tut. Andererseits wird die Indexierung der Beiträge von den Suchmaschinen zusätzlich erleichtert, wenn Sie diese Informationen bereits auf Ihrer Startseite finden. Somit stellen Sie sicher, dass Ihre Beiträge auch langfristig von den Suchmaschinen gefunden werden. Eine beispielhafte Einbindung dieser Newsartikel finden Sie auf unserer Website.

Dieses Vorgehen hat unterschiedliche positive Nebeneffekte:

  • Nutzer werden in den Suchmaschinen zum einen auf Ihre Homepage aufmerksam. Zusätzlich finden Sie Beiträge „unabhängiger“ Dritter. Diese fungieren als vertrauensbildende Komponente. Dass Sie auf Ihrer Website in höchsten Tönen von Ihrem Angebot sprechen ist selbstverständlich. Wenn dies auf einem Branchenportal oder dem Online-Auftritt einer Branchenzeitschrift geschieht, wird es vom Betrachter anders gewichtet – unabhängig davon, dass Sie den Text selber verfasst und die Veröffentlichung forciert haben.
  • Durch die Mehrfachnennung entsteht für den Betrachter der Eindruck, dass es sich bei Ihrem Unternehmen, um einen Branchenprimus handeln muss.
  • Die Position Ihrer eigentlichen Homepage wird weiter verbessert, da Links in redaktionellem Umfeld eine hohe Relevanz seitens der Suchmaschinen zugewiesen wird. Hinzu kommt, dass diese Portale oftmals gut besucht sind und auch thematisch einen engen Zusammenhang mit Ihrem Angebot haben (siehe auch Kapitel „Google & Co. – da werden Sie geholfen“).
  • Zu guter letzt verweisen Sie mit diesen zusätzlichen Einträgen in den Suchmaschinen natürlich auch Ihre Konkurrenz auf die hinteren Plätze. Denn jeder zusätzliche Eintrag zu Ihrem Unternehmen bedeutet ein Eintrag weniger für Ihren Wettbewerb.

c) Schaffung von Grundlagen für weitere Veröffentlichungen
Ein interessanter Zusatznutzen dieses Vorgehens ist, dass es ganz ohne weiteres Zutun zu weiteren Veröffentlichungen führt. Denn auch Journalisten greifen bei ihren Recherchen auf die Online-Presseverteiler und führende Suchmaschinen im Internet zurück. Wenn Sie bzw. Ihre Fachartikel dabei direkt mehrfach erscheinen, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Journalisten Informationen aus Ihren Fachartikeln nutzen und somit auch Ihr Unternehmen genannt wird. Teilweise geht dies sogar über das Medium Internet hinaus. Journalisten schreiben schließlich nicht nur für Online, sondern auch für Offline-Medien.

Mindmap: Inhalt des Kapitels auf einen Blick

Weiter mit dem Kapitel „12. Newsletterversand – viele Fliegen mit einer Klappe

5 Responses to “11. Online Marketing Below the Line – alles aus einem Guss”

  1. Martin Says:

    Es ist ihnen ein Fehler im letzten Satz von Punkt B unterlaufen:

    „Denn jeder zusätzliche Eintrag zu Ihrem Unternehmen bedeutet ein Eintrag weniger für Ihren Wettbewerb weniger.“

    Sehr interessantes Buch.

  2. Felix Says:

    Hallo Martin,
    vielen Dank für Deinen Hinweis! Jaja… Der Fehlerteufel;-)
    Beste Grüße
    Felix

    PS: Müsste es in Deinem ersten Satz nicht „Ihnen“ anstatt „ihnen“ heißen?;-)
    PPS: Außerdem vielen Dank für Dein Lob von wegen „Sehr interessantes Buch“!

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