Guerilla Marketing

Online, Mobile & Crossmedia

'21. Online + Mobile'

21. Online und Mobile Marketing – Verzahnung elektronischer Medien

21. Online und Mobile Marketing – Verzahnung elektronischer Medien

Posted by Felix on 10th Mai 2006

facebook buch - marketing unter freunden: dialog statt plumper werbung

Bei der Verzahnung von Online und Mobile Marketing besteht ein großer Vorteil darin, dass beide Medien elektronisch sind. Dies erleichtert die Verwertung einmal erstellter Inhalte. So kann ein Kurzfilm sowohl im Internet als auch über das Mobiltelefon betrachtet oder verteilt werden. Oder man denke an das im vergangenen Kapitel geschilderte Beispiel des Radiostreams von Bacardi, der sowohl online als auch mobil angehört werden kann. Zusätzlich sind die Distributionskosten elektronischer Inhalte relativ kostengünstig – zumindest, wenn man es clever anstellt.

Neben den bereits zum Ende des vorherigen Kapitels geschilderten Beispielen könnte eine Verknüpfung der Medien Internet und Mobiltelefon wie folgt aussehen:

Ein Unternehmen bietet auf seiner Website nicht nur Informationen zu den eigentlichen Produkten, sondern auch die Möglichkeit einen Coupon für das Handy zu bestellen. Dabei werden Handynummer und E-Mail Adresse abgefragt. Mit diesem Coupon, der umgehend an die genannte Nummer gesendet wird, erhält der Kunde bei seinem nächsten Besuch beispielsweise einen Rabatt oder kann ein neues Produkt probieren – egal ob im Online Shop oder Geschäft vor Ort.

Insbesondere bei der Verbindung mit einer offline Einlösung besteht der wesentliche Vorteil gegenüber anderen Medien darin, dass der Coupon nicht erst ausgedruckt und eingesteckt werden muss. Schließlich gilt das Handy als ständiger Begleiter. Wird der Coupon eingelöst, kann dies problemlos nachvollzogen werden. Anschließend erhält dieser Kunde weitere Informationen zu ähnlichen Produkten oder einen Fragebogen, wie ihm das neue Produkt gefallen hat. Entweder per E-Mail oder auf sein Mobiltelefon. Wird der Fragebogen vollständig ausgefüllt, wird ein neuer Coupon auf dieses Mobiltelefon versendet. Und so weiter, und so weiter…

Selbstverständlich funktioniert dieses Szenario genauso gut andersherum. Bei einem Besuch im Ladenlokal kann der Kunde beispielsweise mit Hilfe eines Bluetoothbeamers kostenlos einen Coupon für sein Mobiltelefon beziehen. Diesen kann er anschließend bei einem Einkauf im Online Shop einlösen. Auch hierbei werden wiederum Benutzerdaten erfasst, die für Folgeaktionen verwendet werden können.

So viel zur grauen Theorie. Aber auch in der Praxis wurden bereits vergleichbare Szenarien umgesetzt. Im Online Shop eines amerikanischen Unternehmens für Büromaterial konnten Nutzer einen Coupon für ihren nächsten Einkauf im Ladengeschäft auf ihr Mobiltelefon verschicken. Dort wurden die Coupons vom Verkaufspersonal eingescannt und mit dem Einkauf verrechnet. Im Rahmen dieser Aktion zum Abschluss der Sommerferien konnte eine Responsequote von 26% verzeichnet werden. Wobei der durchschnittliche Wert pro Einkauf verdoppelt wurde. Eine perfekt aufeinander abgestimmte und vor allem erfolgreiche Kombination von Online (Versand des Coupons), Mobile (Empfang und Transport des Coupons) und Offline (Einlösen des Coupons). Das gekonnte Zusammenspiel und die enge Verzahnung der verschiedenen Medien haben hier also wiederum zu einer Steigerung der Werbewirkung geführt.

Mindmap: Inhalt des Kapitels auf einen Blick

Weiter mit dem Kapitel „22. Crossmedia – Guerilla Attack

Posted in 21. Online + Mobile | 6 Comments »