Guerilla Marketing

Online, Mobile & Crossmedia

'3. First things First'

3. First things First – Optimierung Ihrer Website

3. First things First – Optimierung Ihrer Website

Posted by Felix on 11th Mai 2006

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Die Website fungiert inzwischen bei vielen Unternehmen als zentraler Dreh- und Angelpunkt im Bereich Marketing. Einerseits informieren sich Interessenten vor dem Kauf eines Produkts oder der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen heutzutage verstärkt im Internet und besuchen gewöhnlich die Homepage der entsprechenden Anbieter. Andererseits verzichtet kaum mehr eine Anzeige, eine Pressemeldung oder Plakatwerbung auf die Nennung einer Internetadresse. Dennoch weisen viele Websites unterschiedlichste Mängel auf, so dass oftmals erhebliches Potential „verschenkt“ wird.

In einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte haben wir unseren Kunden daher empfohlen zuerst die Website des Unternehmens zu optimieren, bevor wir Maßnahmen zur Steigerung der Besucherzahlen umsetzen. Dies kann sowohl den Inhalt, die Optik, die Navigation oder ähnliche Punkte betreffen.

Oftmals hatten diese Unternehmen jedoch den Eindruck, bereits über eine sehr gute Internetpräsenz zu verfügen. Daher wollten sie trotz mehrfacher (teilweise eindringlicher) Hinweise auch keine weiteren Ressourcen für diesen Arbeitsschritt bereitstellen.

Ergebnis: Im Rahmen der Marketing Aktivitäten wurden die Besucherzahlen zwar erheblich gesteigert. Der Anstieg von verwertbaren Kontakten oder gar Kaufabschlüssen blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Bei der Ursachenanalyse kam gewöhnlich das von uns bereits vorab angesprochene Thema „Inhalte und Aufmachung“ der Website zur Sprache (siehe auch Kapitel „Vertrauen ist gut… Controlling ist besser“).

Nachdem wir dieses Manko in einem weiteren Arbeitsschritt behoben haben, erreichten bzw. übertrafen oftmals nicht mehr nur die Besucherzahlen, sondern auch die Kontakte und die mit Hilfe der Website angebahnten Kaufabschlüsse die Erwartungen der Kunden. Man könnte nun geneigt sein zu sagen: Ende gut alles gut. Doch es liegt auf der Hand, dass ein Guerilla – genau wie jeder andere clevere Marketer – versuchen würde von Anfang an die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Ansätze aufzeigen, um vergleichbare Fehler zu vermeiden.

Selbstverständlich verfügt heutzutage annähernd jedes Unternehmen über einen soliden Internetauftritt. Doch oftmals trennen Kleinigkeiten die Spreu vom Weizen. Beispielweise gelten wie in der „realen Welt“ auch bei Webseiten die gleichen Grundsätze: Der erste Eindruck entscheidet. Laut einer Studie der Gitte Lindgaard of Carleton University in Ottawa legen Besucher bereits in den ersten 50 Millisekunden fest, ob ihnen eine Website sympathisch ist oder nicht.

Entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Internetauftritts ist jedoch bei weitem nicht nur die Optik. Auch Sitestruktur, Call-for-Action Funktionen, eine suchmaschinenfreundliche Codierung und noch viele weitere Dinge mehr, die wir in den folgenden Kapiteln teilweise noch einmal detaillierter schildern, gelten als erfolgskritische Faktoren.

Auf den ersten Blick gelten viele Websites oder Online Marketing Kampagnen als gelungen. Doch anschließend kommt oft die gleiche Frage auf: Warum haben sich unsere Besucherzahlen verfünffacht, die Anfragen aber leider nicht? Mit unseren Denkanstößen möchten wir Ihnen helfen, dieses Lehrgeld zu sparen.

Egal, wie überzeugt Sie von Ihrer Website also sind. Wenn Sie mit einer Marketing-Agentur zusammenarbeiten – entsprechendes Vertrauen vorausgesetzt – sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Agentur nur zusätzliches Geld verdienen möchte, wenn diese Sie auf bestehende Mängel Ihrer Website hinweist. Gute Agenturen müssen den Kunden auf solche Situationen aufmerksam machen, um letztendlich auch die Qualität der eigenen Arbeit und den Return on Investment (ROI) des Kunden sicherzustellen.

Zusätzlich sollten Sie Ihre Website selber kritisch hinterfragen. Hierbei ist es hilfreich, unabhängige Dritte hinzu zuziehen, wie Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, etc., die bisher nicht in das Thema Website involviert sind. Somit vermeiden Sie die oftmals vorhandene „Betriebsblindheit“. Es empfiehlt sich, dass die Probanden nicht nur Ihre Website, sondern auch die Ihrer Hauptwettbewerber betrachten. Dabei sollten sie unterschiedliche Punkte mit einer Schulnote bewerten und gleichzeitig eigene Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Im Rahmen dieses Tests sollten beispielsweise folgende Kriterien geprüft werden:

  • Wie ist mein erster Eindruck von der Website? Gefällt sie mir oder nicht?
  • Finde ich auf der Startseite alle Informationen, die ich benötige (z.B. was macht das Unternehmen, welche Produkte bietet es an, gibt es Neuigkeiten, die ich auf der Startseite vermisse…)?
  • Erfahre ich umgehend sowie klar und deutlich, warum ich ausgerechnet Ihre Produkte und nicht die eines Wettbewerbers kaufen sollte?
  • Ist die Navigation leicht zu verstehen und ermöglicht diese einen schnellen und übersichtlichen Zugriff auf die gewünschten Inhalte?
  • Verstehe ich den Text der Website oder ist dieser möglicherweise so kompliziert geschrieben und mit Fachbegriffen gespickt, dass er zwar für Fachleute, nicht aber für Interessenten/Kunden verständlich ist?
  • Habe ich sämtliche Informationen gefunden? Bin ich ausreichend informiert worden, so dass mein Interesse geweckt wurde mich eingehender mit den Produkten zu beschäftigen?
  • Erweckt die Seite vom Look & Feel auch auf den zweiten Blick einen professionellen Eindruck?
  • Bietet die Website Mehrwerte gegenüber den Hauptwettbewerbern? Wenn ja, welche? Bieten Ihre Wettbewerber Mehrwerte, die auf Ihrer Seite fehlen?
  • Finde ich direkt eine Möglichkeit mit dem Unternehmen auf dem von mir bevorzugten Weg Kontakt aufzunehmen oder sind diese Informationen „gut“ versteckt?
  • Gibt es sonstige Dinge (z.B. Presseberichte, Übersicht von Referenzkunden, Schilderungen bisher durchgeführter Projekte, etc.), die mir besonders gut gefallen oder die gefehlt haben?

Mindmap: Inhalt des Kapitels auf einen Blick

Weiter mit dem Kapitel „4. Content is King – und wird es auch noch lange bleiben

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